Rentensystem / Sozialstaat, Bevölkerungsentwicklung / Geburtenrückgang, Maßnahmen für mehr Geburten

20:29

Auch wenn das Thema Mode noch so faszinierend ist, sollte man sich ab und zu mit den Problemen in der Politik beschäftigen. Denn auch beim Problemlösen in der Politik kann man kreativ sein! ;-)


Heutzutage sind Dienstleistungen (Informationstechnologien miteinbezogen) am größten in der Wirtschaft vertreten. Und da hätten wir das Problem mit der Rente. Die Rente ist nur ein Teil des Angebots des Sozialstaates. Das soziale Sicherungssystem umfasst Renten-, Unfall-, Kranken-, und Arbeitslosenversicherung sowie familienpolitische Regelungen (Darauf gehe ich später noch ein.) und Leistungen. Die Prinzipien nach denen die Sozialleistungen erbracht werden sind das Versicherungsprinzip, das Versorgungsprinzip und das Fürsorgeprinzip. Die Ziele dieser Leistungen sind: die Bürger vor Armut und Not durch Garantie des Existenzminimums zu schützen, sie gegen Wechselfälle des Lebens und Risiken zu schützen und die soziale Ungleichheit zu verringern. Hierbei gehe ich, wie oben schon angesprochen, näher auf die Rente ein und werde die Problemzonen der Rente genauer beleuchten.


Allgemein zur Rente lässt sich schreiben, dass sie als eine Belohnung für die Lebensarbeit gesehen wird. Sie ist eine Bundesgarantie und folgt aus dem Solidarprinzip. Im Großen und Ganzen kann man schreiben, dass die Leistungen steigen und daher die Beiträge erhöht werden. Ein wichtiger Teil in der Rentenversicherung ist der Generationenvertrag. Er besagt, dass die Arbeitende Generation die Kinder und Rentner versorgt. Die Kinder werden zur Arbeitenden Generation und haben daraufhin später auch einen Anspruch auf Rente. Klipp und klar: Der Generationenvertrag muss eingehalten werden.


Die Probleme der Rentenversicherung sind:

Die Jungen sehen ihr Einkommen durch steigende Rentenbeiträge schwinden. Das Rentenniveau ist gestiegen und die Rente wird durchschnittlich 7 Jahre länger gezahlt. Heute geht man durchschnittlich schon zwei Jahre früher in Rente als vor 49 Jahren. Folgen könnten sein, dass in 30 Jahren jeweils zwei Beitragszahler einen Rentner versorgen. Die Entwicklung beweist: Das Alter steigt, die Rentenausgaben steigen und die Bundeszuschüsse auch. Am Generationenvertrag muss etwas geändert werden, denn so wie sich die Bevölkerung in den letzten Jahren entwickelt hat, kommen deutliche Probleme auf.


Die Rente ist abhängig von der Bevölkerungsentwicklung. Sie bestimmt wie viel der einzelne Arbeitende in die Rentenkassen einzahlen muss und ob die Rentenregelung überarbeitet werden müssen. Die Bevölkerungsentwicklung ist abhängig von Migration, Sterberate und Geburtenrate. Momentan lässt sich über die Bevölkerungsentwicklung sagen, dass die Geburtenrate zurück geht und die Bevölkerung immer älter wird. Die Arbeiterschicht kann den Forderungen des Generationenvertrages dadurch nicht mehr gerecht werden. Wichtig für das Rentensystem wäre also das die Geburtenrate steigt.


Ursachen für die sinkende Geburtenrate könnten sein:

-fehlende Betreuungsangebote

-Bildungsexpansion

-Karriereorientiertheit

-Bildungsexpansion (mehr Frauen studieren)

-Alter der ersten Geburt steigt d.h. weniger Zeit Kinder zu bekommen

-Osten -> Betreuungsangebot besser -> ggf. Andere Kultur des Kinderkriegens

- Vor 100 Jahren lag die 4 Personen – oder mehr Familie im Trend, heute ist es der ein Personenhaushalt.


Wie könnte man die Geburtenrate steigen lassen?

Staatliche Maßnahmen für mehr Kinder sind der Mutterschutz, das Mutterschaftsgeld, die Elternzeit, das Elterngeld, Kindergeld und Freibeträge und Kinderbetreuung. Demnächst soll es auch ein Erziehungsgeld geben, dessen Wirksamkeit und Gerechtigkeit noch in Frage gestellt wird. Bei den Geldern muss man jeweils aber beachten welche Bevölkerungsschicht es fördert und was man dadurch erreichen könnte. Aber alleine an hoher finanzieller Unterstützung und guter Betreuung kann es nicht liegen, zeigen die Industrieländer Irland und USA, die trotz geringer Unterstützung, die meisten Kinder haben. Denn die meisten staatlichen Maßnahmen zur Unterstützung von Familien (aus den Industrieländern) haben Finnland und Frankreich. Irland und USA haben gezeigt, dass Konservative Werte, Wirtschaftswachstum und gesellschaftliche Faktoren Einfluss auf die Geburtenrate haben. Damit ist gemeint, Religiosität, Einstellung gegenüber Kindern und arbeitenden Müttern und Glaube das Familie Sicherung bringt.


Und nun eine Frage an euch:

Was könnte man (Individuum, Gesellschaft, Staat und Wirtschaft) tun damit unser Sozialsystem nicht ins wanken gerät?

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